Gaspreisentwicklung – Gaspreise steigen 2022 weiter

Den größten Einfluss auf die Gaspreisentwicklung 2021 & 2022 haben die Börsenpreise und die CO2-Abgabe. Beide Kostenblöcke steigen, weshalb ab Herbst wieder höhere Gaspreise auf deutsche Haushalte zukommen.

Gaspreise 2021 & 2022: Hintergrund, Entwicklung & Prognosen

Leider wird die Heizsaison mit Erdgas 2021 – 2022 deutlich teurer, denn die stark gestiegenen Gaspreise in Großhandel, die CO2-Abgabe und die niedrigen Stände der Gasspeicher in Deutschland treiben den Gaspreis. Für Haushaltskunden erreichten die Gaspreise bereits im Oktober 2021 einen neuen Höchstwert. Ein Musterhaushalt im EFH (20.000 kWh) zahlt aktuell 8% mehr als im letzten Jahr.

Gaspreisentwicklung 2022:
Das Wichtigste zum Trend

  • Die CO2-Abgabe auf Gas  steigt 2022 um 20% von 25 auf 30 € pro Tonne und verteuert Gas für private Haushalte um 0,65 Cent pro Kilowattstunde.
  • Die Gaspreise steigen an der Börse stetig. Mitte Oktober lag der Großhandelspreis 465% über dem Vorjahreswert.
  • Netzentgelte Gas steigen leicht
  • 30 regionale Anbieter haben bereits Gaspreiserhöhungen für 2022 von im Schnitt 10% angekündigt.

Für eine Familie steigen die Gaspreise 2022 durch die CO2-Abgabe um 22 € und wenn von der oben genannten Preiserhöhung beim Gas betroffen um 130 €.

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Quellen: EEX, Vergleichsportale/Preise für Jahresverbrauch 20.000 kWh
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kWh

Gaspreisentwicklung 2021: Das Wichtigste

  • Der Gaspreis für Haushalte in Einfamilienhäusern ist 2021 gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % gestiegen und liegt bei 6,22 ct/kWh [Verbrauch 20.000 kWh p.a.]
  • Gaspreise in Mehrfamilienhäusern sind um 5,1 % gestiegen und liegen bei 5,53 ct/kWh [Verbrauch 80.000 kWh p.a.]
  • Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb sind deutlich gesunken [-10%]
  • Die Netzentgelte sind 2021 leicht angestiegen [+2 %]
  • Steuern, Abgaben und Umlagen sind stark angestiegen [+32%] und machen 33% des Gaspreises 2021 aus.
  • Anfang 2021 hatten 416 der rund 700 Gasversorger Preiserhöhungen von knapp 6,5% angekündigt und betreffen rund 2,1 Millionen Haushalte.
  • Zum Herbst melden weitere 50 Versorger steigende Gaspreise um 11,5% für 310.000 Haushalte.
Quelle: BDEW-Gaspreisanalyse 2021, Preiserhöhungen Stand 09/2021
Zusammensetzung Gaspreis 2021Gaspreisentwicklung bis 2021
Zusammensetzung Gaspreis 2021
Chart: Gaspreiszusammensetzung 2021

Gaspreis entwicklung deutschland
Chart: Entwicklung Gaspreise Statistik 10 Jahre

Aktueller Gaspreis 2021

1 kWh Gas kostet 2021 im Schnitt 6,2 Cent.

Gaspreise 2021 an der Börse steigen

Die Gaspreise an der Börse haben Ende September den Rekordwert von 44 € pro Megawattstunde erreicht. Vor einem Jahr 2020 kostete die gleiche Menge nur 8 €. gas

Gaspreisentwicklung bis 2021 & Trend 2022

Aktueller Gaspreis pro kWh6,2 Cent*
Gaspreis Prognose für 20226,8 Cent
Gaspreisentwicklung 12 Monate Trend+ 4,5%
Gaspreisentwicklung der letzten 5 Jahre+8,5%
Gaspreisentwicklung im letzten Jahr+4,2%

Liste Gaspreiserhöhung 2021 & 2022

Täglich aktualisierte Liste/Tabelle: Preisanpassung der Energieversorger Gas und Preiserhöhung der Stadtwerke

Gaspreisentwicklung 10 Jahre

Jahr
Gaspreis pro kWh
20126,77 Cent
20136,63 Cent
20146,52 Cent
20156,26 Cent
20165,89 Cent
20175,73 Cent
20185,81 Cent
20196,17 Cent
20205,97 Cent
20216,22 Cent
Gaspreise Tabelle: BDEW, Gaspreise kWh für private Verbraucher inkl. aller Steuern

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Deutliche Trendwende: Gaspreise steigen 2022

Prognose Gaspreisentwicklung 2022

Gaspreisentwicklung 2021
Gaspreisentwicklung an der Börse: Die Gaspreise kennt momentan nur eine Richtung – nach oben. In nur 6 Wochen ist der Preis von 35 € pro Megawattstunde auf fast 59 € gestiegen. An der Börse kaufen Gasanbieter kurz- oder langfristig ein. Quelle: Spot Markt Data EEX

Gaspreise steigen 2022: Haushaltskunden müssen mit einer Preiserhöhungen beim Gas im kommenden Jahr rechnen. Nach mehreren Jahren fallender Gaspreise hat der Brennstoff aus der Leitung das Preisniveau von vor 6 Jahren erreicht und wird deutlich teurer. Der Großhandelspreis für Gas ist im Oktober auf den bisherigen Rekordwert von 63,26 gestiegen. Das ist eine Steigerung von 465% zum Oktober 2020 [Quelle Check24].
Energieexperten sind sich einig, dass die steigende internationale Nachfrage, die niedrigen Stände der Gasspeicher in Deutschland und geringeren Liefermengen für die anhaltenden Gaspreissteigerungen an den Terminbörsen verantwortlich sind. Aber auch am Spotmarkt, wo kurzfristig Gas gekauft wird, ist das Preisniveau stark gestiegen. Diese Parameter in Kombination mit steigenden Preisen für CO2-Emissions-Zertifikate werden den Gaspreis 2022 auch für private Gaskunden in die Höhe treiben.
Die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 [Gas aus Russland] zum Ende des Jahres wurde groß angekündigt, was die Liefermenge nach Deutschland erhöhen würde und ein Sinken der Preise begünstigt, doch bei den Experten am Gasmarkt überwogen bisher die Zweifel, ob mit Gaslieferungen  durch die neue Pipeline noch in diesem Jahr zu rechnen ist, denn laut BMWi und BNetzA waren die  Anträge der Nordstream 2 AG für eine Genehmigung als unabhängiger Transportnetzbetreiber noch immer unvollständig.
Update Gaspreise [06.Oktober]: Die Unterlagen sind inzwischen vollständig und warten noch auf die Prüfung der Bundesnetzentrale. Es wurde bereits mit der Testbefüllung des ersten Strangs der Doppelpipeline begonnen, was die Erwartungen für erste Gaslieferung noch im Oktober begünstigt.

Den Vorwurf, mit absichtlicher Verknappung, Druck zur Inbetriebnahme von Nord Stream zu machen, weist Moskau zurück und auch die Bundesregierung bestätigt, dass der geltende Gasliefervertrag eingehalten werde. Gazprom habe sogar 40% mehr Gas geliefert als im Vorjahreszeitraum.

Netznutzungsentgelte 2022 in Deutschland
nach Bundesland

BundeslandPreis 2022Anstieg
Baden-Württemberg411 €2%
Bayern348 €0%
Berlin331 €4%
Brandenburg377 €3%
Bremen421 €9%
Hamburg355 €3%
Hessen375 €1%
Mecklenburg-Vorpommern482 €4%
Niedersachsen373 €2%
Nordrhein-Westfalen404 €1%
Rheinland-Pfalz390 €1%
Saarland456 €3%
Sachsen406€2%
Sachsen-Anhalt442 €0%
Schleswig-Holstein406 €7%
Thüringen423 €3%
Deutschland3892,8%

Die deutschen Gasspeicherstände lagen im September bei 64%. Wenn die momentane Geschwindigkeit [-50% zum Vorjahr] beibehalten wird, hat der Füllstand am Ende der Einspeichersaison ein historisches Tief erreicht. Laut BMWi [Studie 2015] sollte ein Speicherstand von 90% vorgehalten werden, um für das Risiko eines kalten Winters gewappnet zu sein. Das Ministerium sieht aber zur Zeit keine Gefahr für die Versorgungssicherheit der ersten Winterhälfte. Das gibt den deutschen Versorgern etwas Zeit, ihre Speicher aufzufüllen. Es ist aktuell nur sehr teuer.

Auch die Wetterprognose für den frühen Herbst kündigt weniger Windaufkommen an, was den Gaspreis am Spotmarkt treibt, da die Gaskraftwerke den zusätzlich benötigten Strom erzeugen müssen.

Die Netznutzungsentgelte Gas werden 2022 leicht steigen. Für knapp 90 % der Postleitgebiete in Deutschland lagen am 12. Oktober bereits die vorläufigen Preise vor. Mit einem Preisanstieg von 3% muss gerechnet werden. Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh steigen die Kosten um 10 Euro.

Was bringt ein Gasanbieterwechsel 2022 bei steigenden Gaspreisen?

Die Gaspreise steigen und wer im Herbst von seinem Gasanbieter eine Preiserhöhung bekommt, hat das Recht, den aktuellen Vertrag innerhalb von 14 Tagen zu kündigen und zu einem günstigeren Gaslieferant zu wechseln. Wie man das sogenannte Sonderkündigungreicht nutzt, ist hier einfach erklärt [inklusive Kündigungsvorlage]. Der Gasanbieterwechsel ist einfach und die unterbrechungsfreie Versorgung gesetzlich garantiert.

Was spart ein Vergleich der Gaspreise 2022?

Der Preisvergleich beim Gas lohnt sich auch für 2022. Die großen Vergleichsportale meldeten kurz vor Herbstbeginn eine durchschnittliche Ersparnis von 436 € beim Wechsel des Gasanbieters [Gasverbrauch Einfamilienhaus 20.000 kWh aus der Grundversorgung]. Das entsprich 28% der Gaskosten.

Die Preisunterschiede innerhalb Deutschlands sind noch immer groß. In Schwerin spart die Musterfamilie fast 43% beim Gas vom Wechsel aus dem teuersten Tarif zum günstigsten seriösen Gasanbieter. Am wenigsten kann in Wolfsburg [136€ = 14%] gespart werden.

Ein Einpersonenhaushalt zahlt durch den Gasanbieterwechsel im Schnitt 136 € [28 %] im kommenden Jahr weniger.

Wie viel Sie an Ihrem Wohnort genau sparen können, erfahren Sie, wenn Sie im folgenden Rechner Postleitzahl und Verbrauch eingeben.

Quellen Gas Preis: EEX, First-Energy | Ersparnis Check24
StadtErpsparnis
Gaspreise Berlin33,1%156 €
Gaspreise Hamburg23,6%98 €
Gaspreise München20,3%258 €
Gaspreise Köln22,8%317 €
Gaspreise Frankfurt36,1%179 €
Gaspreise Stuttgart20,1%284 €
Gaspreise Düsseldorf21,5%303 €
Gaspreise Leipzig22,8%317 €
Gaspreise Dortmund38,9%220 €
Gaspreise Essen22,1%325 €
Die Ersparnis wurde für den Gasverbrauch in einem Eigenheim mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden errechnet bei einem Wechsel aus der Grundversorgung zu einem seriösen alternativen Gasanbieter. Die volle Liste der Gaspreise finden Sie hier.Gaspreise Ersparnis beim-Wechsel
Die besten Gaspreise für 2022
3.600 30 m²
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Nachrichten zum Anstieg der Gaspreise

Angst vor steigenden Gaspreisen 2022: Die Gaspreise steigen und steigen. Die EU hat wenig Spielraum gegenzusteuern. [tagesschau 23.September 2022]

Aktuelle Gaspreisentwicklung für 2021 im Detail

CO2-Abgabe beim Gaspreis 2021

Seit Beginn des Jahres wurden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid [CO2], die beim Verbrennen von Gas entsteht 25 Euro berechnet [CO2-Steuer]. Viele Gasanbieter haben diese CO2-Abgabe auf Gas bereits unbeschönt an die Kunden weitergegeben. Andere werden das im Herbst einpreisen.
Konkret bedeutet ein CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne, dass sich das Heizen mit Erdgas um 0,54 Cent pro Kilowattstunde verteuert. Eine 4-köpfige Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh zahlt dann 108 Euro mehr im Jahr für das Heizen der eigenen 4 Wände. Alle Gaspreiserhöhung 2021 als Liste

Bis 2025 soll die CO2-Abgabe schrittweise auf 55 € pro Tonne steigen. Dadurch erhöhen sich die Zusatzkosten um 262 Euro jährlich.

Gaspreise 2021: Anstieg der Netzengelte

Entgelte Gasnetze Gaspreise 20221Auch die Netznutzungsgebühren sind 2021 gestiegen – im Schnitt um 2%, was für eine Familie im Einfamilienhaus die Gasrechnung um weitere 8 Euro verteuert. Die Netzentgelte steigen bundesweit nicht einheitlich. Besonders stark ist der Osten Deutschlands betroffen, mit Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze mit einer Steigerung von 4%.

Versorger müssen die Erhöhung der Gaspreise für 2022 mindestens 6 Wochen vorher schriftlich ankündigen. Kunden haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Sie können den aktuellen Gasvertrag während der Laufzeit kündigen und zu einem günstigeren Gasanbieter wechseln.

Die Gaspreise erreichten im August 2021 den höchsten Wert seit 2006.
20.000 kWh kosteten im bundesweiten Schnitt bereits 1258 Euro. In der Grundversorgung wird der Rekordpreis von 1.515 Euro verlangt [Quellen: Verivox/Check24]. Gaskunden, die wechseln wollen, sollten nicht zu lange warten, denn auch die steigende weltweit Gasnachfrage treibt den Preis weiter nach oben.

Bei einem Gasanbieterwechsel spart man im Schnitt 465 € im Jahr. Der Durchschnittliche Preis der 10 günstigsten Alternativversorger liegt bei 1.036 €. [Stand 09/ 2021]

416 Gasanbieter haben zum Jahresanfang die Gaspreise erhöht. Die Preiserhöhungen lagen bei 6,5%.
Die Preisunterschiede innerhalb Deutschlands sind groß. In Thüringen werden die mit 1.630 € die höchsten Gaspreise gezahlt, gefolt von Mecklenburg-Vorpommern 1.558 € und Sachsen [1.554 €].  Am wenigsten kostet Erdgas in Hamburg [1.382€], Schleswig-Holstein [1.431 €] und Bayern [1.440 €]

Quelle: Check24, Musterhaushalt, Grundversorgung Gasverbrauch 20.000 kWh pro Jahr

Gaspreise auch 2021 auf dem Land teurer als in der Stadt

Die Gaspreise waren auch 2021 in den ländlichen Regionen häufig höher als in der Stadt. Grund sind höhere Netznutzungsentgelte, die zudem noch bei geringerer Einwohnerdichte auf weniger Personen verteilt werden müssen. Die Netzentgelte, die für Lieferung und Instanthaltung des Netzes verlangt werden, machen 28% des Gaspreises aus.

Der höchste Gaspreiseunterschied wurde in Mecklenburg-Vorpommern gemessen. Dort zahlt eine Familie [20.000 kWh] auf dem Land knapp 6% mehr als im städtischen Gebiet. Auch im Saarland [+4,6%], in Bayern [+3,8%] und Nordrhein-Westfalen [+3,8%] ist der Unterschied groß. Im Durchshcnitt der Bundesländer sind Gaspreise dem Land 1,2% teurer als in Städten.  In Baden-Württemberg [-2,2%] und Schleswig-Holstein [-2,9%] sind die Gaspreise auf dem Land sogar güntiger als in den Städten.

Sie interessieren sich für die Entwicklung der Gaspreise ab 2020? Lesen Sie dazu unseren Artikel Turbulente Gaspreisentwicklung 2000 bis 2020

Kurznachrichten zu den Gaspreisen

Gaspreise 2022: Gasspeicher zur 68% gefüllt, Engpässe ausgeschlossen

Die Füllstände der Gasspeicher in Deutschland liegen aktuell bei 68% bestätigt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das sei zwar weniger als in den Vorjahren, doch Versorgungsengpässe seien aber nicht zu erwarten. Der Verbands-Sprecher beruhigt: \"Auch in diesem Winter gilt: Wer mit Erdgas heizt, hat eine warme Wohnung\", denn Deutschland verfüge über die größten Gasspeicher der EU. (Oktober 2021) Laut Informationen von Wiwo hat Deutschland eine Speicherkapazität von 24 Milliarden Kubikmetern und verbraucht pro Jahr 99.

Gaspreise, Gasspeicher Wiwo, BDWE

Energiekosten liegen aktuell auf Höchststand

Verivox meldet, dass Heizöl im August 53% teurer geworden ist im Vergleich zum letzten Jahr, im August, Gaspreise sind um 15% gestiegen, Strom ist 6% teurer. Preissteigerungen sind wie folgt: 20 Hektoliter Öl kosteten fast 500 € mehr, 20 000 kWh Gas 160 €, 4000 kWh Strom 60 € mehr.

Entwicklung Gaspreise 2021

Gaspreise sinken nach Bekanntgabe von Gazprom

Der russische Energiekonzern Gazprom hat angekündigt, noch 2021 mehr als 5,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Deutschland zu liefern. Vor dem Hintergrund dieser Ankündigung ist der Gaspreis in Europa von 531$ für 1000 Kubikmeter auf 511$ gesunken.

Gaspreise sinken

Gaspreise fallen auf historischen Tiefstand

Die Gaspreise fallen gerade ebenso wie die Preise auf dem Öl- und Strommarkt. Erdgas ist im Großhandel auf das historische Niveau von unter 6 Euro pro Megawattstunde gefallen. Ob es ebenfalls negative Preise geben wird wie beim Öl und Strom, ist unklar, aber der niedrige Ölpreis zieht die Gaspreise 2020 weiter nach unten. Die 5,50 Euro/MWh rückt in erreichbare Nähe.

Gaspreise, Gaspreisentwicklung 2020
Gaspreise verstehen

Die wichtigsten Hintergrundinformationen zu den Gaspreisen

Wann steigen die Gaspreise?

Obwohl nicht mehr offiziell an den Ölpreis gebunden, reagieren die Gaspreise stark auf andere Energiemarktpreise. Senken die OPEC Staaten zum Beispiel ihre Fördermengen, wird Öl knapp und damit teurer. Stromanbieter, die ölgetriebenen Blockheizkraftwerke und Gaskraftwerke betreiben, kaufen dann vermehrt Erdgas und treiben damit die Gaspreise nach oben. Weitere Einflussfaktoren sind die Menge an erneuerbaren Energien, die ins Stromnetz eingespeist werden und der Gasspeicherstand.  Wird wenig Ökostrom produziert, springen Gaskraftwerke ein. Sind die Gasspeicher kurz vor der Heizsaison leer, werden – der Nachfrage angepasst – eben höhere Gsapreise an der Börse verlangt.

Wann sinken die Gaspreise?

Erst wenn die allgemeinen Energiemarktpreise über einen längeren Zeitraum niedrig und die Gasspeicher voll sind, geben die Gasversorger die gesunkenen Einkaufspreise an Ihre Kunden weiter. Das war in den letzten Jahren der Fall, weshalb es bis 2020 noch ausgesprochen günstige Neukunden-Tarife gab. Doch die Zeit der niedrigen Gaspreise ist vorbei, denn neue Steuern, leere Speicher und eine gesiegene Nachfrage auf dem Weltmarkt gepaart mit langsamer Zulieferung nach Deutschland sind Preistreiber. Kurzfristige Preisschwankungen am Weltgasmarkt wegen Überangebotsmengen spielen bei der langfristigen Einkaufsplanung der deutschen Gasversorger keine Rolle. Tarife im Gasrechner geben Aufschluss über den aktuellen Stand der Gaspreise.[

Wie setzen sich die Gaspreise zusammen?

Die Gaspreise für Endkunden setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Etwas weniger als die Hälfte der Kosten entfallen auf den Gaseinkauf und den Vertrieb. Diese Preisbestandteile, kann der Gasanbieter beeinflussen. Alle anderen Preisbestandteile, wie Steuern oder Netzgebühren, werden von anderen Institutionen festgelegt. Beinahe ein Viertel des Gaspreises bekomm Netzbetreiber für Netzentgelte, Messung und Abrechnung. Das Netzentgelt soll die Kosten für Bau und Betrieb der Gasleitungen abdecken und deren Höhe wird von der Bundesnetzagentur reguliert. Der Netzbetreiber stellt aber auch den Gaszähler zu Verfügung, ließt den Zählerstand ab und macht die jährliche Abrechnung. Die Gassteuer, die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) und CO2-Abgabe bekommt der Staat, der diese auch festlegt.

Gaspreiszusammensetzung

  • 41% Beschaffung und Vertrieb
  • 26% Netzentgelte, Messung, Abrechnung
  • 33% Steuern und Abgaben
Gaspreis Zusammensetzung 2021

 

Gasanbieter wechseln

Gaspreise vergleichen mit dem Tarifrechner

Sie haben eine Gaspreiserhöhung bekommen? Reagieren Sie mit einem Gaspreisvergleich. Unser Gasrechner zeigt Ihnen die günstigsten Tarife aller am deutschen Markt zugelassenen Gasanbieter. Ihr neuer Tarif ist nur ein paar Klicks entfernt, denn Sie können bei uns direkt wechseln.

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Gaspreise vergleichen und den richtigen Gastarif finden

Zwischen den knapp 900 Gasanbietern in Deutschland und den tausenden Tarifen gibt es deutliche Preisunterschiede. Vergleicht man die Ergebnisse im Gasrechner, entdeckt man ein Sparpotenzial von mehreren hundert Euro. Neue Anbieter mit günstigen Gaspreisen, Neukundenbonus und Zusatzleistungen machen den Gasanbieterwechsel finanziell interessant. Tarife mit langer Preisgarantie garantieren langfristig günstige Gaspreise.

Worauf es beim Gaspreisvergleich ankommt
Wählen Sie beim Gaspreisvergleich einen Vertrag mit kurzer Laufzeit. Die vereinbarte Vertragslaufzeit sollte nicht länger als 12 Monate betragen. Achten Sie auch auf eine kurze Kündigungsfrist. Bei 4 bis 6 Wochen bleiben Sie flexibel und können jederzeit kurzfristig zu einem Versorger mit einem günstigsten Gaspreis wechseln.

1 Gaspreise vergleichen
Wer den Gasanbieter wechseln möchte, muss beim Preisvergleich neben der Postleitzahl auch den jährlichen Gasverbrauch angeben. Ein Blick auf die letzte Gasrechnung zeigt alle notwendigen Daten an. Ist diese nicht gleich parat, kann man sich auch an den Durchschnittswerten im Gasrechner orientieren.

2 Gastarife eingrenzen
Der Gasrechner ermittelt die individuellen Tarife innerhalb weniger Sekunden. Nun eine Liste mit 50-100 Angeboten vor, in der das günstigste Gasangebot ganz oben steht. Bitte schauen Sie genau hin, denn es gibt manchmal Werbetarife auf den oberen Plätzen.

3 Gasanbieter wechseln
Der Gaspreisvergleich ist ebenso wie der Wechsel kostenlos. Nach dem Gasvergleich muss nur noch das Formular zum Wechsel direkt online ausgefüllt werden. Kontaktdaten, Zählernummer und Kundennummer beim momentanen Gasanbieter werden benötigt. Der Wechsel geht einfach und schnell und die Gasversorgung ist gesetzlich garantiert.

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Recht auf Sonderkündigung bei Gaspreiserhöhung?

Das Sonderkündigungsrecht bei Gasverträgen besteht auch bei Preiserhöhungen aufgrund von Abgaben, Umlagen und Steuern. Dies hat der Bundesgerichtshof bestätigt. Ihr Gasanbieter ist verpflichtet, Sie 6 Wochen im Voraus zu informieren und Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Diese Gaspreiserhöhung muss einer offiziellen Mitteilung verständlich und transparent angekündigt werden. Lesen Sie dazu den vollen Artikel

Gaspreise vergleichen mit Bonus?

Viele Gasanbieter versuchen, Kunden mit Bonuszahlungen von ihren günstigen Gaspreisen zu überzeugen. Egal ob Neukundenbonus, Sofortbonus oder Wechselbonus, dahinter verbirgt sich ein einmaliger Rabatt, der im 1. Vertragsjahr gewährt wird. Im 2. Jahr zahlt man deutlich höhere Gaspreise. Fast jeder Tarif kommt heutzutage im Verbund mit einen Neukundenbonus. Um Gaspreise ohne Neukundenbonus im Gasrechner zu sehen, muss die Einstellungen „Bonus einrechnen“ deaktiviert werden. Die Auszahlung von Neukundenbonus oder Wechselbonus ist meist erst nach Ende der Vertragslaufzeit mit der Jahresrechnung fällig. Ein Sofortbonus wird meist nach 4-6 Wochen nach Vertragsbeginn gezahlt.

Was bedeutet die Preisgarantie bei den Gaspreisen?

Damit der neue Gaspreis nicht kurz nach dem Anbieterwechsel wieder steigt, gibt es die Preisgarantie. Hier wird der Gaspreis über eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Ein genauer Blick in die Details der Preisgarantie zeigt, dass diese oft eingeschränkt wird. Im Kleingedruckten stehen häufig „Sonderfälle“, bei der die Garantie nicht gilt. Gasanbieter schließen oft Erhöhungen der Gaspreise aufgrund gestiegener Steuern oder sonstiger Abgaben und Umlagen aus. Also Obacht!

Wichtige Fragen zum Gaspreis

Wie hoch ist der durchschnittliche Gaspreis?

Der durchschnittliche Gaspreis in Deutschland betrug zu Beginn diesen Jahres 29,42 Cent pro Kilowattstunde. Dieser kWh-Preis wird jedes Jahr für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch ermittelt und beinhaltet alle Steuern und Abgaben.

Was sind Grund- und Arbeitspreis beim Gaspreis?

Die oberhalb beschriebene detaillierte Zusammensetzung des Gaspreises ist den wenigsten Gaskunden bekannt. Bei Abschluss eines Gasvertrages wird stattdessen von einem Grund- und einem Arbeitspreis gesprochen. Der Arbeitspreis wird für die tatsächlich verbrauchte Menge Gas in Rechnung gestellt und wird in in Kilowattstunden gemessen. Der Grundpreis ist ein fester monatlicher Betrag und verbrauchsunabhängig. Er wird also auch berechnet, wenn gar kein Gas verbraucht wird.

Wie hoch ist mein Gaspreis?

Ihren aktuellen Gaspreis finden Sie auf Ihrer Gasrechnung. Sowohl die Grundgebühr [Monatsbeitrag] als auch der Arbeitspreis [Gaspreis in Kilowattstunden, kWh] sollen auf der Rechnung einzeln ausgewiesen werden. Die Höhe der monatlichen Abschlagszahlung finden Sie dort ebenfalls.

Warum sind die Gaspreise im Osten höher als im Westen?

Die Energiekosten sind im Osten Deutschlands höher als im Westen. Vergleicht man die Gaspreise, stellt man ein Gefälle zwischen neuen und alten Bundesländern, aber auch zwischen Stadt und Land fest. Das liegt vor allem an den regional unterschiedlichen Netzentgelten. Diese Kosten werden von den Netzbetreibern für die Bereitstellung und Instandhaltung der Gasnetze erhoben.

Wie entwickeln sich die Gaspreise in Zukunft?

Eine positive Trendwende bei den Gaspreisen ist nach bisherigen Einschätzungen der Energie-Experten nicht abzusehen. Die Prognosen für weiterhin steigende Gaspreise werden begründet mit steigenden Kosten für den Netzausbau [Modernisierung, Ausbau Nord-Süd-Trasse] und steigenden Beschaffungspreisen an den Börsen. Die CO2-Umlage soll sich ab kommendem Jahr weiter erhöhen.

Wann ist Gas am günstigsten?


Gas ist am günstigsten aus der eigenen Solaranlage oder dem Balkonmodul. Ist das keine Option ist Gas nachts am günstigsten, wenn Kraftwerke überschüssigen Gas produzieren, den nur wenige Verbraucher abrufen. Dafür bieten Gasanbieter spezielle Tarife an: sogenannte NachtGastarife. Sie bestehen aus einem teuren Tarifbestandteil, dem Hochtarif [am Tag], und einem Niedertarif mit günstigem Gas [meist ab 20 oder 22 Uhr]. Günstiger Gas im NachtGastarif kostet anbieterabhängig 20 bis 40% weniger als TagGas. Das Messen des Verbrauchs am Tag und bei Nacht erfolgt automatisch entweder über eine Zeitschaltuhr oder Funktechnik [z.B. Smart Meter]. Manche Haushalte haben auch DoppelGaszähler für eine separate Abrechnung des Gass.

Ist mein Gaspreis ein Netto oder Brutto-Preis?

In der Regel sind die Gaspreise für private Haushalte reine Bruttopreise. Sie beinhalten alle Abgaben und Steuern. Sind doch mal „Netto Gaspreise“ ausgewiesen, wird noch die Mehrwertsteuer von 19% aufgeschlagen. Der aktuelle Gaspreis im bundesdeutschen Durchschnitt liegt bei 6,2 Cent|kWh [brutto]. Der Netto-Gaspreis beträgt 5,21 Cent|kWh.