2019-09-21

Netzbetreiber: Gaskunde, los Geld her!

Mit der neuen Preisrunde werden die Gas-Netzbetreiber die privaten Haushalte weiter belasten. Die Netzgebühren für 2016 steigen um 29 Euro.

Nachdem bereits Stromnetzbetreiber erhebliche Kostensteigerungen angekündigt hatten, müssen auch Gaskunden 2016 tiefer in die Tasche greifen. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden erhöht sich das Netzentgelt zum Jahreswechsel um über sieben Prozent. Das entspricht einem Plus von rund 29 Euro brutto. Die Netzentgelte machen mittlerweile fast 30 Prozent der Kosten auf der Gasrechnung eines Haushaltes aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Energie- und IT Unternehmen LichtBlick vorgelegte Analyse, die die vorläufigen Netzentgelte der 30 größten Gas-Netzbetreiber in Deutschland untersucht.

Statt die gesunkenen Einkaufspreise für Erdgas an die Kunden weiter zu geben, verlangen 25 der 30 Netzunternehmen 2016 höhere Netzentgelte. Spitzenreiter ist die Netz Leipzig GmbH mit einem Plus von 26 Prozent bzw. 93 Euro brutto im Jahr. Die Netze BW in Baden Württemberg verlangt einen Aufschlag von 21 Prozent. Die e.dis AG aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern schlägt 19 Prozent auf. 16 Prozent mehr fordern die EnergieNetz Mitte aus dem Raum Kassel und die Stadtwerke Karlsruhe.

Auffällig sind die starken regionalen Preisunterschiede. Während ein Haushalt im Gebiet der E.on-Gesellschaft Hanse Werk in Norddeutschland 735 Euro brutto im Jahr für den Gastransport zahlt, verlangt die EWE Netz im Nordwesten mit 297 Euro brutto weniger als die Hälfte für die gleiche Dienstleistung.

Gasvergleich für Schnell-Checker. 3 Gasrechner auf einen Blick
3.600 30 m²
4.800 50 m²
8.800 75 m²
11.500 100 m²
16.000 150 m²
18.000 200 m²
32.000 250 m²
Eigener Verbrauch
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1.600
2.400
3.200
4.000
Eigener Verbrauch
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